Sprache statt Schrift 14. Nov 2024 Von Elke von Rekowski Lesezeit: ca. 2 Minuten

DeepL Voice übersetzt Gespräche live

Einen Live-Übersetzer für Gesprochenes hat der Kölner Spezialist für KI-Übersetzungen DeepL jetzt mit DeepL Voice vorgestellt. Die Lösung soll zum Beispiel in virtuellen Meetings zum Einsatz kommen oder vertrauliche Vieraugengespräche ohne Sprachbarrieren ermöglichen.

Ein neuer Live-Übersetzer soll Sprachbarrieren in Meetings und Videokonferenzen beseitigen.
Foto: panthermedia.net/ Fabrice Michaudeau

Genau genommen handelt es sich bei DeepL Voice für Meetings und DeepL Voice für Gespräche um zwei Lösungen. Mit der einen Variante lassen sich virtuelle Meetings in mehreren Sprachen abhalten, während mit der zweiten Variante persönliche Gespräche in Echtzeit übersetzt werden können.

Mit DeepL Voice für Meetings, das sich in Microsoft Teams integrieren lässt, können Teilnehmende in Meetings ganz in ihrer bevorzugten Sprache sprechen, während ihre Beiträge in Echtzeit in die Sprachen der anderen Teilnehmenden übersetzt und als Untertitel ausgegeben werden. Auf diese Weise können sich Teammitglieder in ihrer Muttersprache verständigen, was die Kommunikation erleichtern soll.

DeepL Voice: Live-Übersetzer für die Hosentasche

DeepL Voice für Gespräche wurde für den Einsatz auf mobilen Geräten konzipiert und ist für iOS und Android verfügbar. Auch hierbei wird die gesprochene Sprache in Text übersetzt, was mehrsprachige persönliche Gespräche unter vier Augen ermöglichen soll. Nutzende können zwischen zwei Ansichtsoptionen wählen, sodass alle Beteiligten die Übersetzungen auf einem Gerät verfolgen können.

Bislang ist DeepL Voice für die Sprachen Deutsch, Englisch, Japanisch sowie Koreanisch, Schwedisch, Niederländisch, Französisch, Türkisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Italienisch verfügbar. Weitere Sprachen sollen folgen. Die Live-Untertitel lassen sich in über 30 Sprachen erstellen.

Warum Live-Übersetzer für Sprache herausfordernd sind

Die Entwicklung der neuen Lösungen stellte das Unternehmen vor ganz neue Herausforderungen, wie Jaroslaw Kutylowski, CEO und Gründer von DeepL, berichtet: „Sätze werden teilweise nicht zu Ende formuliert, die Aussprache ist oft undeutlich, die Latenz darf nicht zu hoch sein und noch viel mehr – all dies kann zu Fehlübersetzungen und einer schlechten Nutzererfahrung führen.“ Das seien die Herausforderungen, die auch bei persönlichen Interaktionen zu Missverständnissen führen könnten. Die neue Sprachübersetzungstechnologie basiert auf KI-Modellen, die anhand von verschiedenen Datensätzen trainiert wurden, bei denen laut Anbieter auch unterschiedliche Akzente und Umgebungen Berücksichtigung fanden.

Auch andere Unternehmen bringen Übersetzer für Gesprochenes

DeepL Voice ist bislang ausschließlich für Unternehmenskunden verfügbar und lässt sich über das Sales-Team des 2017 gegründeten Unternehmens buchen. Auch die Konkurrenz, zum Beispiel Googles Gemini, ist bereits in dem Segment aktiv und auch bei Microsoft Teams lassen sich Untertitel einblenden. Wer hier den Markt für sich einnimmt, ist jedoch noch längst nicht entschieden. Falls DeepL Voice für Gespräche jedoch einem breiteren Anwenderkreis zur Verfügung steht, könnte das die Anbieter von Sprachübersetzern wie Pocketalk oder Vasco durchaus in Bedrängnis bringen. Die kleinen Geräte dienen zum Beispiel auf Reisen als schneller Übersetzer und kommen auch bei Pflegekräften aus dem Ausland als Verständigungshilfe zum Einsatz. Eine leistungsstarke KI-Lösung für Smartphones könnte die Helfer jedoch früher oder später überflüssig machen.

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