Ifo-Branchenkonjunktur 03. Feb 2025 Von Felix Leiss Lesezeit: ca. 2 Minuten

Ifo-Geschäftsklima: Exklusive Sektoranalyse aus den Branchen Chemie, Automotive und Hochbau

Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Januar leicht. So steht es um die Branchen Chemie, Automotive und Hochbau.

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich leicht verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Januar auf 85,1 Punkte, nach 84,7 Punkten im Dezember. Der Anstieg war primär das Ergebnis einer günstigeren Bewertung der gegenwärtigen Situation. Die Erwartungen fielen hingegen erneut schlechter aus. Die deutsche Wirtschaft bleibt pessimistisch, kommentiert das Ifo Institut.

Ifo-Konjunkturexperte Felix Leiss wirft in diesem Monat exklusiv für VDI nachrichten einen tieferen Blick in die Sektoren Chemie, Automotive und Hochbau.

Chemie

Das Geschäftsklima in der Chemischen Industrie zeigte sich zum Jahresbeginn trüb. An vielen Stellen klagten die Unternehmen über eine schwache Geschäftssituation. Die Auftragsbestände hatten sich weiter reduziert und mittlerweile zeigt sich eine Mehrheit der Befragten unzufrieden mit ihren Orderbüchern. Gleichzeitig hat sich über die letzten Monate ein gewisser Lagerdruck aufgebaut. Zwar konnte die Kapazitätsauslastung gegenüber dem Vorquartal geringfügig gesteigert werden. Mit 73,9 % im Berichtsmonat bestand aber immer noch eine deutliche Unterauslastung, das aktuelle Niveau liegt 8,0 Prozentpunkte unter dem historischen Durchschnitt. Die Personalpläne waren weiterhin eher restriktiv.

Automotive

In der Kfz-Branche herrschte ein ausgesprochen angespanntes Klima. Die Unternehmen berichteten in Summe von einer Verschlechterung ihrer Geschäftssituation. Allerdings war über die letzten drei Monate eine merkliche Erholungsbewegung bei der Auslastung zu erkennen, sie konnte um 4,1 Prozentpunkte auf 80,2 % gesteigert werden. Damit lag sie jedoch immer noch empfindlich unter dem für die Branche üblichen Niveau. In den Jahren seit 1991 wurde eine durchschnittliche Auslastung von 86,4 % ermittelt. Auch die Erwartungen hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung waren von Sorgen geprägt. Vielerorts wurde wachsender Gegenwind im Exportgeschäft befürchtet. Neben den protektionistischen Tendenzen in vielen Ländern belastet hier auch die gesunkene internationale Wettbewerbskraft den Ausblick. Infolge der trüben Aussichten planten einige Betriebe Stellenabbau.

Hochbau

Im Hochbau herrschte ein sehr raues Geschäftsklima. Bei der schwierigen aktuellen Geschäftslage war keine wesentliche Verbesserung zu erkennen. Die Auslastung lag mit 62,4 % nochmals knapp 5 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Zum Vergleich: Im Frühjahr 2022 – bevor die durch den Kriegsausbruch in der Ukraine befeuerte Inflation die Europäische Zentralbank (EZB) zur Zinswende zwang – wurden im Hochbau Auslastungsraten um die 80 % ermittelt. Zwar sinken die Leitzinsen nun bereits seit einem halben Jahr und die Zinsen für Baugeld waren in Antizipation bereits ein paar Monate zuvor gesunken. Seit dem Regierungsbruch ist jedoch wieder ein moderater Anstieg der Bauzinsen zu beobachten. Diese orientieren sich nämlich an der Rendite längerfristiger deutscher Staatsanleihen und Pfandbriefe, welche infolge der hohen politischen Unsicherheit gestiegen ist. Die Sorgen hinsichtlich der künftigen Entwicklung im Hochbau nahmen vor diesem Hintergrund zu, mit einer Entspannung erst mal nicht zu rechnen.

Architektur

DV-Geräte, elektronische und optische Erzeugnisse

Elektronik

Gummi und Kunststoffwaren

Maschinenbau

Metallerzeugung und -bearbeitung

Tiefbau

Das Ifo Institut fragt monatlich bei 9000 Unternehmen in Deutschland wichtige Daten ab. So ermitteln die Münchner Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nach Branchen gesplittet die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die nächsten sechs Monate in den Unternehmen. Beispiel: Wenn 40 % der Befragten ihre derzeitige wirtschaftliche Lage positiv beurteilen, 60 % dagegen negativ, ergibt das eine Geschäftslage von –20 %.

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